Stel­lung­nah­me des Fach­schafts­rats Rechts­wis­sen­schaft zu aktu­el­len Falsch­be­haup­tun­gen von
Studierendenvertreter:innen und Drit­ten über angeb­li­che „rech­te Netz­wer­ke“ und einer
ver­meint­lich „rech­ten Unter­wan­de­rung“ der Stu­die­ren­den­ver­tre­tung


Dem Fach­schafts­rat Rechts­wis­sen­schaft der Fern­Uni­ver­si­tät in Hagen ist bekannt gewor­den,
dass inner­halb der Stu­die­ren­den­schaft im Zuge der aktu­el­len Wah­len zu den stu­den­ti­schen und
aka­de­mi­schen Gre­mi­en Falsch­be­haup­tun­gen über angeb­li­che „rech­te Netz­wer­ke“ und einer
„rech­ten Unter­wan­de­rung“ der Stu­die­ren­den­ver­tre­tung ver­brei­tet wer­den. In die­sem
Zusam­men­hang wer­den gezielt akti­ve Studierendenvertreter:innen, ins­be­son­de­re aus der
Fach­schaft Rechts­wis­sen­schaft, in einen sol­chen Zusam­men­hang gebracht. Die­se
Falsch­be­haup­tun­gen gehen unter ande­rem von ein­zel­nen Kan­di­die­ren­den zu den lau­fen­den
Wah­len sowie Per­so­nen aus deren Umfeld aus.


Der Fach­schafts­rat weist die­se Behaup­tun­gen aus­drück­lich und unmiss­ver­ständ­lich zurück.
Ihm sind weder rech­te Netz­wer­ke in der Stu­die­ren­den­schaft und ins­be­son­de­re nicht in der
Stu­die­ren­den­ver­tre­tung bekannt, noch sind Mit­glie­der des Fach­schafts­rats in rech­ten
Netz­wer­ken tätig oder unter­stüt­zen sol­che Struk­tu­ren. Dass eine „rech­te Unter­wan­de­rung“ der
Stu­die­ren­den­ver­tre­tung statt­fin­den wür­de, ist unwahr. Der Fach­schafts­rat Rechts­wis­sen­schaft
ver­wehrt sich die­ser Falsch­be­haup­tung. Die stu­den­ti­schen Mit­glie­der des Fach­schafts­rats und
des Fakul­täts­rats enga­gie­ren sich zum Teil seit vie­len Jah­ren trans­pa­rent, ver­ant­wor­tungs­voll
und kon­ti­nu­ier­lich in den Gre­mi­en der Hoch­schu­le für eine plu­ra­le, viel­fäl­ti­ge und
demo­kra­ti­sche Stu­die­ren­den­po­li­tik. Es besteht kei­ner­lei Anlass für gegen­tei­li­ge
Unter­stel­lun­gen.


Die erho­be­nen Vor­wür­fe stel­len Falsch­be­haup­tun­gen dar. Sie die­nen erkenn­bar dazu, Per­so­nen
zu dis­kre­di­tie­ren, sie aus der Gre­mi­en­ar­beit zu drän­gen und die aktu­el­len Wah­len zu
beein­flus­sen. Der Fach­schafts­rat Rechts­wis­sen­schaft ver­ur­teilt die­ses Vor­ge­hen aus­drück­lich
und sieht dar­in eine bewuss­te Gefähr­dung demo­kra­ti­scher stu­den­ti­scher, wie aka­de­mi­scher
Wah­len, wie Gre­mi­en­ar­beit.


Dem Fach­schafts­rat ist zudem bekannt, dass die­se Vor­wür­fe anonym über eine
ver­fas­sungs­feind­li­che Inter­net­platt­form sowie deren Nach­fol­ge- und Spie­gel­struk­tu­ren
ver­brei­tet wer­den, deren Ursprung im links­ra­di­ka­len Spek­trum liegt. Die zugrun­de lie­gen­de
Ver­ei­ni­gung wur­de durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Inne­ren (BMI) ver­bo­ten; die Ver­wen­dung
und Wei­ter­ver­brei­tung ihrer Kenn­zei­chen, Sym­bo­le und Inhal­te ist unter­sagt und straf­be­wehrt.
Betrof­fe­ne haben fak­tisch kei­ne Mög­lich­keit zur Kennt­nis­nah­me, Ein­ord­nung oder Gegen­re­de,
da die­se Platt­for­men regel­mä­ßig ohne Impres­sum, Ver­ant­wort­li­che oder ladungs­fä­hi­ge Anschrift
betrie­ben wer­den. Die dort ver­öf­fent­lich­ten denun­zie­ren­den Inhal­te wer­den aktu­ell gezielt von
ein­zel­nen Kandidat:innen und Stu­die­ren­den aus ihrem Umfeld über Mes­sen­ger-Diens­te, sozia­le
Netz­wer­ke und geschlos­se­ne Grup­pen bei „Whats­App“, „Dis­cord“ u.a. wei­ter­ver­brei­tet.
Dem Fach­schafts­rat ist zuge­tra­gen wor­den, dass ent­spre­chen­de Vor­wür­fe inzwi­schen in
ande­ren Fach­schaf­ten kol­por­tiert wer­den. Dort wird den Betrof­fe­nen regel­mä­ßig kei­ne
Gele­gen­heit zur Stel­lung­nah­me oder Ver­tei­di­gung ein­ge­räumt, da die Ver­brei­tung gezielt über
nicht-öffent­li­che oder ein­sei­tig kon­trol­lier­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le erfolgt. Bekannt ist eben­so,
dass die Hoch­schul­lei­tung – das Rek­to­rat – über die­se Vor­gän­ge infor­miert ist. Der
Fach­schafts­rat Rechts­wis­sen­schaft for­dert die Hoch­schul­lei­tung aus­drück­lich auf zu prü­fen, ob
und wel­che hoch­schul­recht­li­chen Maß­nah­men – bis hin zu Sank­tio­nen oder Exma­tri­ku­la­tio­nen –
gegen Stu­die­ren­de mög­lich sind, die durch geziel­te Falsch­be­haup­tun­gen kan­di­die­ren­de oder
akti­ve Gremienvertreter:innen dif­fa­mie­ren und demo­kra­ti­sche Wahl­pro­zes­se beein­träch­ti­gen.
Der Fach­schafts­rat Rechts­wis­sen­schaft bekennt sich zu einer offe­nen, fai­ren und
rechts­staat­li­chen Hoch­schul­kul­tur. Er erwar­tet, dass poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen ohne
Dif­fa­mie­run­gen, Ein­schüch­te­run­gen oder Mani­pu­la­ti­on geführt wer­den und die lau­fen­den
Wah­len frei, fair und demo­kra­tisch statt­fin­den.

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